Gelöschte Ordner in Windows wiederherstellen: Schritt für Schritt
Asoftech |
Ein Arbeitsordner, Familienfotos oder ein Verzeichnis auf dem USB-Stick wurde versehentlich gelöscht? Prüfen Sie zuerst den Papierkorb und vorhandene Sicherungen. Gibt es keine brauchbare Kopie, kann ein Datenrettungsscan möglicherweise die enthaltenen Dateien finden. Diese Anleitung erklärt die Wahl der Methode, den Schutz des Quelldatenträgers und die Prüfung der Ergebnisse.
1. Den betroffenen Datenträger nicht weiter verwenden
Erstellen Sie den Ordner nicht neu, kopieren Sie keine neuen Dateien auf den Datenträger und installieren Sie dort keine Rettungssoftware. Schreibzugriffe können gelöschte Daten überschreiben. War der Ordner auf dem Windows-Systemlaufwerk, nutzen Sie den PC möglichst wenig und bereiten Sie die Rettung nach Möglichkeit an einem anderen Computer vor. Brechen Sie Aufforderungen zum Formatieren oder Initialisieren ab. Bei Klickgeräuschen, wiederholten Verbindungsabbrüchen oder physischen Schäden sollten Sie die Nutzung beenden und fachkundige Hilfe suchen.
2. Papierkorb und Sicherungen prüfen
Suchen Sie nach dem Ordner oder einem bekannten Dateinamen; vielleicht wurde er nur verschoben. Ist der Ordner im Papierkorb vorhanden, markieren Sie ihn und wählen Sie Wiederherstellen. Prüfen Sie anschließend den ursprünglichen Speicherort. Andernfalls suchen Sie auf einem Sicherungslaufwerk oder in Ihrem Cloud-Konto. Prüfen Sie bei OneDrive auch den Online-Papierkorb. Der Dateiversionsverlauf hilft nur, wenn die fehlenden Inhalte bereits zuvor gesichert wurden; nachträgliches Aktivieren erzeugt keine frühere Kopie.
3. Nach Dokumenten und unterschiedlichen Dateitypen suchen
Für Ordner mit Dokumenten, Tabellen, Fotos und anderen Dateien können Sie Asoftech Data Recovery prüfen. Informieren Sie sich vor dem Download über unterstützte Dateisysteme und Systemanforderungen. Halten Sie einen separaten physischen Datenträger mit genügend freiem Speicher bereit. Eine andere Partition auf dem Quelldatenträger ist kein sicheres Ziel.
Installieren Sie die Software auf einem intakten, vom Quelldatenträger getrennten Laufwerk.
Verbinden Sie das betroffene Gerät und identifizieren Sie es anhand von Laufwerksbuchstabe, Bezeichnung und Kapazität.
Wählen Sie das betroffene Laufwerk und starten Sie den Scan. Prüfen Sie die Ergebnisse auf den gesuchten Ordner und seine Dateien.
Speichern Sie ausgewählte Dateien auf dem separaten Ziellaufwerk und lassen Sie die Quelle unverändert.
4. Fotos aus einem gelöschten Bilderordner retten
Enthielt der Ordner hauptsächlich Bilder, prüfen Sie Asoftech Photo Recovery. Nehmen Sie mit einer betroffenen Speicherkarte keine weiteren Fotos auf und verbinden Sie sie über einen Kartenleser. Scannen Sie die unterstützte Karte oder das Laufwerk, prüfen Sie verfügbare Vorschaubilder und speichern Sie die Auswahl auf einem anderen physischen Datenträger. Eine Vorschau erleichtert die Auswahl, ersetzt aber nicht die Prüfung des gespeicherten Bildes in voller Größe.
5. Dateien vor dem Neuaufbau der Ordner prüfen
Öffnen Sie wichtige Dokumente, prüfen Sie Fotos und spielen Sie Videos an mehreren Stellen ab. Vergleichen Sie die Ergebnisse nach Möglichkeit mit einer Sicherung oder Dateiliste. Inhalte können ohne ursprüngliche Namen oder Ordnerpfade wiederhergestellt werden; beurteilen Sie den Erfolg daher nicht allein anhand der Ordnerstruktur. Sammeln Sie geprüfte Dateien in einem neuen Zielordner, erstellen Sie eine zweite Sicherung und lassen Sie das Originalgerät bis zum Abschluss der Prüfung unverändert.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen Ordner nach dem Leeren des Papierkorbs retten?
Möglicherweise, wenn seine Daten noch verfügbar sind. Das Leeren des Papierkorbs garantiert weder eine erfolgreiche Rettung noch die sofortige Vernichtung jeder Datei. Überschreiben, SSD-TRIM, Verschlüsselung und physische Schäden können eine Wiederherstellung verhindern. Kein Scan garantiert die Rückkehr aller gelöschten Ordner oder Dateien.
Warum fehlen die ursprünglichen Ordnernamen?
Die Dateisysteminformationen zu Namen und Verzeichnispfaden können fehlen, obwohl Teile der Dateiinhalte noch vorhanden sind. Prüfen Sie die Dateien selbst und sortieren Sie intakte Kopien manuell. Lässt sich eine Datei nicht öffnen, lassen Sie die Quelle unverändert und suchen Sie nach einer Sicherung. Eine andere Dateiendung stellt fehlende Daten nicht wieder her.